Der Kampf auf dem Acker
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So pflügte der Held den Acker des Kriegsgottes. Tief riss die Kraft der göttlichen Stiere den Boden auf, Furche um Furche ward in die berstenden Erdschollen geschnitten. Iason folgte mit festem Tritt und säte die Zähne aus, wie ein Bauer sonst goldenes Brotkorn auf den Acker streut. Vorsichtig spähte er immer wieder, ob sich die aufkeimende Riesensaat etwa schon gegen ihn erhöbe, indes die Tiere sich mit ihren ehernen Hufen weiterarbeiteten.
Als noch der dritte Teil des Tages übrig war, am hellen Nachmittag, hatte Iason das ganze riesige Feld umgeackert. Er löste die Stiere aus dem Joch und schreckte sie mit seinen Waffen, dass sie über das offene Feld in ihre unterirdischen Ställe flohen. Hierauf blickte er sich um, und da sich in den Furchen noch nichts regte, kehrte er zum Schiffe zurück.
Mit lautem Jubel umringten ihn die Gefährten. Er aber sprach kein Wort, sondern füllte seinen Helm mit Flusswasser und löschte damit seinen brennenden Durst. Dann prüfte er die Gelenke seiner Knie und erfüllte sein Herz mit neuer Streitlust, denn schon wimmelte es rings auf dem Acker von erdgeborenen Riesen. Der ganze Areshain starrte von Helmen, Schilden und spitzen Lanzen, deren Schimmer durch die Luft bis zum Himmel emporblitzte. Da gedachte Iason der Mahnung Medeias, hob einen großen runden Feldstein auf, den vier kräftige Männer kaum hätten heben können, und schleuderte ihn weithin, mitten unter die gewappneten Riesen. Er selbst warf sich auf die Knie und barg sich, kühn und vorsichtig zugleich, unter seinem Schild.
Die Kolcher schrien laut auf vor Entzücken über den kraftvollen Wurf des Helden, selbst Aietes erhob sich und blickte dem fliegenden Steine nach. Kaum war dieser donnernd zu Boden gefallen, als die erdentsprossenen Krieger plötzlich aufgeregt umhersprangen, sich alsbald wie wildgewordene Hunde um den Stein balgten und einander mit dumpfem Knirschen umzubringen begannen. Augenblicklich stürzte sich Iason unter sie, riss sein Schwert aus der Scheide und teilte wuchtige Hiebe aus, dass das Blut in Strömen aus den Wunden der Riesen floss. Wer stand oder rannte, den erschlug er, und solche, die erst bis zu den Schultern aus dem Boden herausgewachsen waren, mähte er ab wie der Bauer das Gras oder spaltete ihnen die Köpfe. Das weite Feld war mit Leichen bedeckt, und in den Furchen strömten Bäche von Blut.
Der Tag ging zur Neige. Nun ruhte Iason, von seinen Freunden beglückwünscht und liebevoll gepflegt, in seinem Schiffe aus. Die übermenschliche Arbeit war getan, glitzernd wölbte sich der Sternenhimmel über dem Schlummernden, dessen Schlaf Götter und Menschen bewachten.
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Iason gewinnt das Widderfell »